Bernegger - Wittmann - Stummer

Das, was aus Büchern stammt, scheint mir nicht so viel Nutzen zu bringen, wie das, was sich durch mündliche Überlieferung dauernd lebendig erhält.

Bischof Papias von Hierapolis, 130 n. Chr., über die Evangelien. (Quelle: Katharina Ceming, Jürgen Werlitz, Die verbotenen Evangelien, Aprokryphe Schriften, Piper Verlag, München, 2007)

Märchen und Sagen beeindrucken durch die Symbolkraft ihrer Archetypen.

Diese Erzählungen wirken direkt aufs Unterbewusstsein. Spielerisch regen sie das schöpferische Denken an. So erschließt sich eine sprudelnde Kraftquelle für die Herausforderungen des Alltags.

Erzählprogramme für Erwachsene

Drachenhaut & Rosenmund

Märchen von wahrer Liebe – oder auch nicht.
Die Liebe ist die Würze in der Suppe des Lebens: Ach, was gibt es da nicht für Qualen und Freuden, Lust und Leiden, Grabenkämpfe und Rosenkriege, Leidenschaften und ihre Erfüllungen. Aber was wäre das Leben ohne diesen lustvollen Wahnsinn!?
Bildhaft, phantasievoll und schöpferisch angereichert, erzählen die Märchen von der Vielfalt und Fülle der Spielarten: Da heiratet der Prinz unverhofft statt der blühenden Schönheit die nicht mehr ganz taufrische 94jährige, die Schafhirtin verhilft dem Menschen im Drachen zu neuem Leben, der siebenkröpfige Hansl gewinnt des Herz der Prinzessin. Alle aber finden ihr Glück.
Vor und zwischen den Erzählungen singt das Duo Ramsch & Rosen herzzerreißende Lieder – von der Liebe der Leberwurst zur Blunzn und »Von wahrer Liebe« – oder auch nicht. Bei aller Liebe: Was könnten Mann und Frau sich mehr wünschen!?

Das Leben ist … ein Märchen.

Zaubermärchen und Sagen vom Glück, Genuss, dem guten Leben und der Wahrheit … nicht nur im Wein. Ein Erzählprogramm auf den Spuren des Sinns im Sein und für die fein gesponnene Lust am Leben. Die Almtaler Dudelsackmusik sorgt für die begeisternde musikalische Umrahmung.

Die Zauberflöte ~ Das Märchen.

»Die Zauberflöte«, nach originalen Partituren, gespielt auf Holzinstrumenten von den OÖ. Bläsersolisten. Helmut erzählt dazu die Geschichte der Oper als das, was sie ist – ein Zaubermärchen.
Zur Vorgeschichte: Im 18. und 19. Jahrhundert sorgte – neben dem Klavier – vor allem die Harmoniemusik für die Verbreitung von Arien und Melodien aus Opern und Symphonien. Der Komponist und Musiker Joseph Heidenreich (1753 – 1821) machte sich die Mühe und setzte Mozarts Zauberflöte in Harmonie. So konnten auch Leute, die Opernhäuser nur von außen kannten, die Mozartsche Musik hören. Die Melodien wurden zu Gassenhauern.
Die oberösterreichischen Bläsersolisten wurden 1986 als Verein zur Pflege und Förderung unbekannter und selten gespielter Musik gegründet. Konzertreisen führten sie unter anderem nach Deutschland, Frankreich, Italien, Jordanien, Polen und in die Türkei.
Vor einigen Jahren griffen sie die Heidenreichschen Partituren auf. Sie spielen die Zauberflöte in der klassischen Besetzung der Harmoniemusik mit zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Hörnern und zwei Fagotten.
Hörproben & mehr siehe CD »Die Zauberflöte ~ Das Märchen«

Die goldenen Äpfel der Frau Glück

Zaubermärchen und Legenden vom guten Leben und Sterben.
Das wirkliche Leben beginnt mit dem Gedanken an den Tod. So erfahren die staunenen Zuhörerinnen & Zuhörer, warum der Sohn vom Tod die Menschen holt. Von König Salomo und dem Wasser des Lebens ist die Rede, vom großen und vom kleinen Weltuntergang und vom himmlischen Wein für die höllische Seligkeit.
Eine vergnügt-anregende Auseinandersetzung mit dem Tod, die auch da nicht aufhört, wo das Leben endet.

Von der Prinzessin, die ihr Vögelein täglich in Wein badete

Erotische Volksmärchen und liederliche Lieder, Teil 1

Unbereinigte Überlieferungen, sinnlich, erotisch, mitunter auch deftig – nur für Erwachsene. Die heimischen Volksmärchen wurden – bis auf wenige – von allen erotischen Anklängen befreit. Anderswo war das nicht so. Und es gibt in diesem Erzählprogramm neben einigen heimischen Überlieferungen Volksmärchen aus verschiedenen Weltregionen zu hören.

Musik: Angelika Stummer, böhmische Hakenharfe; Franz Bernegger, Dudelsack und Gesang

Quell im Moos und Honigstab

Erotische Volksmärchen und liederliche Lieder, Teil 2

Unbereinigte Überlieferungen, sinnlich, erotisch, mitunter auch deftig – nur für Erwachsene. Die heimischen Volksmärchen wurden – bis auf wenige – von allen erotischen Anklängen befreit. Anderswo war das nicht so. Und es gibt in diesem Erzählprogramm neben einigen heimischen Überlieferungen Volksmärchen aus verschiedenen Weltregionen zu hören.

Musik: Angelika Stummer, böhmische Hakenharfe; Franz Bernegger, Dudelsack und Gesang

Von der Wundernachtigall

Märchen von Gott und der Welt. Selten ist in den Märchen von Gott die Rede. Wenn, dann sind das schon ganz besonders inspirierte Erzählungen. In diesem Programm gibt es einige davon zu hören. Das Zaubermärchen „Von der Wundernachtigall“, erstaunliche Überlieferungen von der Weisheit des König Salomo, aber auch Göttliches, wie die Sage von der Erschaffung der Eierschwammerl oder die Geschichte von der alten Frau, die auf den lieben Gott gewartet hat. Vor allem Kirchen sind der ideale Rahmen für dieses Programm. Musik: Genoveva Trautwein, Harfe
Das Märchen »Von der Wundernachtigall« ist übrigens im gleichnamigen Band nachzulesen und auf der CD »Zaubermärchen, Vol. 2« zu hören.

Teuflische Volksmärchen

Authentische heimische Überlieferungen, unbereinigt, witzig, deftig. Diese Märchen sind nie für Kinder erzählt worden. Deshalb auch jetzt: Ein Erzählprogramm nur für Erwachsene. Und zwar für alle, die auch weniger feinen Humor schätzen.
Dazu singt und spielt Franz Lacherstorfer deftige Handwerkerlieder und schaurige Moritaten.

Schlimme Geschichten

Märchen, die Kinder besser nicht hören sollten. Pfiffig, »böse«, mitunter hinterfotzig, brutal – aber nie ohne Witz. Von einem, der sein Glück sucht und plötzlich nicht mehr weiß wo ihm der Kopf steht, der »armen Goaß, die von der Welt nix woaß«, der faulen Kathl, die in die Welt zieht um sich selbst zu finden, und sich doch verliert, bis zur alpenländischen – ganz und gar nicht kindgerechten – Version des Rotkäppchens.
Ein Abend für die Freunde schwarzen Humors. Auf Wunsch – featuring Mehmet Dalkilic. Gemeinsam erzählen wir ein paar grausame Leckerhappen türkisch-österreichisch.
Musik: Anneliese Schneider, Cello.

Wo der Glücksvogel singt

Volksmärchen und Schelmengeschichten für ein ganzes Leben, beeindruckende Überlieferungen aus den verschiedensten Weltgegenden. Dazu Schelmengeschichten vom weisen Narren Nasreddin Hodscha.
Das ganze Leben wird mit diesen pfiffigen Geschichten anregend vergnüglich abgearbeitet. Siehe auch den gleichnamigen Märchenband »Wo der Glücksvogel singt« aus dem Ibera-Verlag, Wien.
Musikalische Begleitung: Die Saligen – Anna Katharina Pföß (Gesang, Klarinette, Ziehharmonika), Anneliese Schneider (Gesang, Cello), Lydia Weiß (Gesang, Harfe, Hackbrett) und Irmgard Wimmer (Gesang, Harfe).

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