Der Wiedergefundene Garten (02/08)Das vierteljährlich erscheinende Info-Blatt mit Beiträgen rund ums Märchen, den wichtigsten Erzählterminen von Helmut und vielem mehr. Hier als pdf-Datei zum Download. Künftig möchte ich das Info-Blatt gleich nach Erscheinen als pdf-Datei zugeschickt bekommen. Bitte schickt mir das Info-Blatt künftig nimmer zu:
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Wer freut sich nicht auf den Urlaub, die Ferien. Endlich
Zeit all das zu tun was sich das ganze Jahr über einfach
nicht ausgegangen ist, und überhaupt: Ausspannen. Aber
ruck-zuck ist wieder nichts übrig von all der Zeit,
die sich gerade noch weit und prächtig in die Zukunft
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![]() Ruhig sitzen. Nichts tun. Der Sommer ist da. Die Früchte reifen. (aus einem japanischen Koan) |
Ein Holzknecht rackerte sich tagein tagaus ab.
Soviel er auch tat: Er brachte immer weniger weiter. Dabei war er
stärker als jeder andere. - Eines Tages kam ein Fremder durch
den Wald. Der schaute dem Holzknecht bei der Arbeit zu. »Deine
Hacke hat keine Schneid mehr.« meinte er dann, »Höchste
Zeit, dass du sie wieder schärfst.« - »Alles was
recht ist« gab der Holzknecht zurück, »Aber auf
mich wartet Arbeit über Arbeit. - Für so etwas habe ich
jetzt keine Zeit.«. - Schon mit der
Muttermilch haben wir eingesogen wie wichtig es ist etwas zu schaffen,
etwas weiterzubringen.
Aber wer erzählt vom Wert der Stunden in denen der Geist zur
Ruhe kommt und sich weitet, in denen Zeit & Muße ist neue
Eindrücke wirken zu lassen und unverhoffte Einfälle einzufangen.
Kein Wunder, dass im Märchen oft gerade die Dummen und Faulen
die Prüfungen bestehen an denen so viele Andere scheitern.
Sie haben eben nicht das Scheuklappen-Denken und die fixen Bilder
von der Wirklichkeit, die die ganz Schnellen allzuoft brauchen um
wirklich schnell zu sein. Sie haben Zeit um das was ist in Ruhe
auf sich wirken zu lassen und überlegt zu handeln.
Ein Sommertag in der Hängematte könnte
ein guter Anfang sein um diese Ruhe und Gelassenheit wieder zu finden
- auch für den Alltag. Doch zurück zum Anfang: Auf die
Feststellung des Weisen fragte einer, der das vom Glück und
dem Schmetterling gehört hatte: »Was soll ich also tun
um das Glück zu erreichen?« - »Hör auf hinter
ihm her zu sein!« - »Es gibt also nichts was ich dafür
tun kann.« - »Doch! - Du könntest dich einfach
ruhig hinsetzen.« Als Ruhekissen hilft vielleicht ein Brecht-Zitat
»Und rennst du nach dem Glück, dann renne nicht zu sehr,
denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher.«
Na, dann! Geben wir ihm Gelegenheit uns einzuholen.